Mainz – Haus Mainusch 18.3.2011
Anläßlich 10. Jahre Punkabend im Mainusch, durften auch wir unser Können den geneigten Zuhörern darbieten. Was mich sehr gefreut hat. Denn unser Punkabend, den wir im Jahre 1990 das erste Mal dort eröffnet haben, war es nicht so lange vergönnt in den hochheiligen Hallen präsenz zu zeigen.
Das ganze drumherum verlief angenehm unkompliziert. Wir mussten nicht viel an Equiment mitbringen und waren daher recht entspannt. Die Generalprobe am Tag zuvor, war Dank Jupp ein einziger Psychokrimi und hat dem Stefan die letzten Nerven geraubt. Daher gab es auch nicht mehr viel zu sagen und wir fieberten entspannt unserem Auftritt entgegen. Der, wie ich mit erstaunen hörte, als drittes stattfinden sollte. Wir sind ja eher die Band, für den Auftakt, weil sich danach viel entspannter den niederen Freuden fröhnen läßt. Aber na gut, uns hat keiner gefragt.
Kick It!
So spielten als erstes kick It! aus Darmstadt und Limburg, was sie durchaus nicht verheimlichen konnten. Wer Tatort Toilet oder Snob Value mag, wird auch Kick It! mögen. Sauberer 77′er Punkrock, aber mit einer ordentlichen Portion Tempo. Und wie es sich für so eine Band gehört, wurde auch Teenage kicks gecovert.
Protest Grotesk
Danach folgten Protest Grotesk , die anscheinend spontan eingesprungen sind und eine gehörige Abwechslung in das Programm brachten. Der Sound wurde etwas brachialer. Das dann während des Auftritt über die dicken Titten der Sängerin gefrotzelt wurde, erheiterte mich dann doch etwas. Denn wir sind damals aus dem Mainusch geflogen, weil wir angeblich alles Sexisten sind. Ich deute das mal so, dass die Leute heute etwas entspannter sind, als die Dogmatiker 1998.
Uffta82
Unser Auftritt war dann von ein paar Pannen überschattet. Als das Bier von der Gesangsbox sich über die Stromleiste ergoß, standen erstmal alle im dunkel. Und dann schaffte es noch der nette Herr – der muss nett sein, denn er pogte bei unserer Musik
– im Publikum, eine Hälfte von uns umzupogen, Der Fabi fiel dabei in’s Schlagzeug und riß noch mein Mikro um. Lustig war es. Wir spielten dann noch ungefragt die Zugabe und hörten auf. Ich würde sagen, den umständen entsprechend, war der Auftritt gut.
Bierdozer
Am Schluß dann das Highlight des Abends. Bierdozer überzeugen damit, dass sie alle Lieder kennen und können. Ein Potporie an alten Deutschpunkklassiker erschüttete sich über das zahlreiche Publikum und ließ in mir alte Erinnerungen aufkeimen. Slime, OHL, Knochenfabrik – und das fast so gut wie in echt. Ob die Wissen, dass Knochenfabrik, 1996 im Anbau gespielt haben? Ist auch egal. Bierdozer haben Spaß gemacht.
Danach gab es noch eine fette Dosenschlacht, mit den leeren Freibierdosen und vielen Verletzen. Wie in alten Zeiten. Ich bin umgefallen, weil jemand hinter mir auf dem Boden lag – ey, ihr müßt auf alte Leute aufpassen, wenn die fallen kann das böse Folgen haben. Mich schmerzt auch nach einer Woche noch der Ellenbogen, aber mein Arzt hat mich beruhigt, Amputation ist nicht nötig
Warum hat niemand Fotos gemacht?