Das Leben

27.April.2011 - 08:19 abgelegt unter: Internet | 1152 mal gelesen | Keine Kommentare |

Das Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die immer tödlich endet.

Zugegeben eine etwas heitere Aussage für eine traurige Angelegenheit. Aber es trifft jeden, nun hat es Poly Styrene die ehemalige Sängerin von X-Ray-Spex getroffen. Sie starb am 25.4.2011 mit 53 Jahren, an den Folgen einer Krebserkrankung. Noch eine Woche zuvor hat sie ein Interview gegeben, aber lest selbst.

Noch mehr Dead Punk Stars

Voll breit!

18.April.2011 - 20:56 abgelegt unter: Internet|Meinung | 839 mal gelesen | Keine Kommentare |

Die Tage erging mal wieder so ein unsägliches Cannabis Urteil, mit denen die deutsche Justiz in letzter Zeit vermehrt den armen Konsumenten drangsaliert. Nun darf offensichtlich die Führerscheinstelle, bei geringsten Mengen an THC Carbonsäure im Blut, einen sofortigen Führerscheinentzug anordnen! Ohne ärztliches Gutachten oder MPU!

Im Urteil steht nichts vom THC im Blut, aber dem Verurteiltem wird unterstellt, mit einem THC COOH Gehalt (THC Carbonsäure -Das ist ein wirkungsloses Abbauprodukt vom THC) von 94ng/l notorischer Kiffer zu sein und deshalb nicht geeignet ein Fahrzeug zu führen.

Dabei führt der Richter die DaldrupTabelle an, die aber genau das nicht besagt, sondern, dass bei einer zweiten Kontrolle (i.d.R. beim ärtzlichen Gutachten) ein Wert höher als 10 ng/l darauf schliessen lassen. Aber eben nicht mit dem Wert, der bei der Kontrolle festgestellt wurde. Auch das der Verurteilte mehrere Gutachten erstellen lassen hat, hat den Richter nicht erweicht.

Jetzt ist es also nicht nur so, dass es eine Null Promillegrenze für Kiffer gibt. Da schon die analytische Nachweisgrenze von THC mit 2 ng/l ausreicht um 500 € Bußgeld latzen zu müssen und mit grosser Wahrscheinlichkeit eine MPU machen zu müssen. Obwohl alle Untersuchungen einen deutlich höheren Grenzwert empfehlen. Da z.T. kaum negative Auswirkungen auf das Fahrverhalten bei niedrigen Konzentrationen festgestellt wurden. Schon 1997 hat Stephan Quensel eine Grenze von 8-10 ng empfohlen. Insofern ist diese Führerscheinentziehungs Scheiße und das Bußgeld, in den meisten Fällen, eine absolute Schweinerei und Ungerechtigkeit.

Alles in allem, ist dieses Urteil an Unwissenheit und Niedertracht, in den Begründungen, kaum zu überbieten. Aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl beim lesen des Urteiltextes, dass der Richter vielleicht auch irgendwelche Drogen nimmt? Lest mal diese Passage durch:

Entgegen der vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof, dem Oberverwaltungs­gericht Mecklenburg-Vorpommern und dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof vertretenen Auffassung kann dem Erklärungsverhalten des Fahrerlaubnisinhabers aber nicht bloß dann Bedeutung beigemessen werden, wenn er einen gelegentlichen Cannabiskonsum einräumt. Das Erklärungsverhalten kann vielmehr auch ansonsten von rechtlicher Relevanz sein, weil sich ihm – in Verbindung mit weiteren Gegebenheiten – mit einer für die Überzeugungsbildung hinreichenden Gewissheit entnehmen lässt, dass der betreffende Fahrerlaubnis­inhaber bereits öfter als nur das eine Mal, auf das seine Verkehrsteilnahme unter Cannabiseinfluss zurückzuführen war, Cannabis zu sich genommen hat. Dem steht die Tatsache nicht entgegen, das die „Gelegentlichkeit“ der Cannabis­einnahme eine der Tatbestandsvoraussetzungen für die – regelmäßige – Fahr­ungeeignetheit nach Maßgabe von Nummer 9.2.2 der Anlage 4 zur Fahrerlaubnis­verordnung – FeV – und den Erlass einer Fahrerlaubnisentziehungsverfügung auf dieser Grundlage ist und es deshalb der anordnenden Behörde obliegt, darzulegen und erforderlichenfalls zu beweisen, dass der betreffende Fahr­erlaubnisinhaber nicht lediglich einmalig Cannabis konsumiert hat.

Das ist unglaublich! Welcher Mensch schreibt sowas? Wen möchte er mit diesem verquirltem Zeugs beeindrucken?

Noch mal der Link zum Urteil des OVG Koblenz: 10 B 11400/10.OVG

Und ein paar Links zu Informativen Seiten über Cannabis und Recht:

  • Cannabislegal – sammelt Urteil, Untersuchungen und viele, viele Informationen. Leider hat die Seite keinen Newsfeed, aber die Neuigkeiten, sind immer aktuell.
  • DHV (deutsche Hanfverband) – ist politisch Aktiv und startet immer mal wieder Aktionen oder schreibt Politikern.
  • Verein für Drogenpolitik

Kunst und Politik

11.April.2011 - 15:13 abgelegt unter: Internet|Skuriles | 1013 mal gelesen | 1 Kommentar |

Ich hatte vor kurzem über die Künstlergruppe Voina berichtet. Das sind die, die den Riesenpimmel auf die Brücke gegenüber dem KGB (bzw. FSB) gemalt haben.

Dick captured by KGB -. 14 June 2010.
Dick captured by KGB

Dafür haben sie nun einen offiziellen Kunstpreis vom Kulturministerium Russlands erhalten. Weil die Mitglieder die gegen diese Preisverleihung waren, nicht als Konformisten da stehen wollten, hatten sie zugestimmt.

Die Unterstützung beruht auf Gegenseitigkeit Yerofeyev, ein Mitglied der Jury, ist derjenige, in dessen Gerichtsverhandlung Voina mit einem Auftritt von Cock in the Ass protestierten. Soweit ich das verstehe, sollte der damals wegen sowas wie Gotteslästerung angeklagt werden, zumindest hat die Kirche ihn angeklagt.

Die 400.000 Rubel Preisgeld (ca. 10.000 EUR) kriegen politische Gefangene in Russland. Und das obwohl noch immer zwei von denen im Knast sitzen und wegen Hooliganismus angeklagt sind. Sympathische Leute!

Fuck youtube!

Nachtrag: Bei der Recherche fiel mir das hier auf: http://www.youtube.com/watch?v=w0XdKh91k20. Youtube hat das Video zensiert, das zeigt wie einer von Voina mit einem blauen Eimer auf dem Kopf über Bullenwagen läuft.

Dieser Content enthält eventuell Material, das von der YouTube-Community gemeldet wurde und möglicherweise für manche Nutzer unangemessen ist.

Ein Mensch mit einem blauen Eimer auf dem Kopf ist unangemessen? youtube ist mittlerweile auch so eine Scheiße die man boykottieren sollte. Die machen sich immer mehr zu Handlangern der Obrigkeit und der Contentmafia.

gefunden bei fefe

Es geht auch anders

4.April.2011 - 16:16 abgelegt unter: Internet|Skuriles | 1570 mal gelesen | 2 Kommentare |

Vorgestern hat der Verein Trekt Uw Plant seine erste Ernte 2011 vorgestellt. Für jedes der 30 Mitglieder gab es 25 Gramm Gras. Seit 2005 ist in Belgien der Anbau einer Pflanze pro Person erlaubt. Aus diesem Grund hat sich der Verein gegründet, als Cannabis Social Club, der für die Vereinsmitglieder das Gras anbaut.

Während die Poltiker in Deutschland, die Kiffer noch immer am liebsten in’s KZ sperren würden und nach dem kleinen Rückschlag in Holland, sind das ja mal wieder etwas hoffnungsfrohe Nachrichten.

Die erste Ernte 2011

Gerechtigkeit!?

29.März.2011 - 09:10 abgelegt unter: Meinung | 919 mal gelesen | Keine Kommentare |

Der Innenminister von Hessen, ist ein Mann der Tat und sein Verfassungschutz hat grosses geleistet. Fünf islamistische Gewalttätern wurde die Ausreise untersagt. Das sind Veränderungen einer eher rechten Gesinnung, die neu sind. Früher sollten die alle abgeschoben werden, heute läßt man sie im Lande.

Schön, wenn dann der Familienclan so schlagkräftig ist, wie der von Volker Bouffier. Und noch schöner, wenn der Onkel Ministerpräsident ist. So lassen sich lästige Gerichtsverfahren schnell beenden und die prügelnden Verwandten bleiben ungeschoren. Wie die Tage geschehen.

Das ist so konsequent, wie man es von Politikern der CDU erwartet, forderte er doch noch als Innenminister erhöhte Wachsamkeit und hartes Durchgreifen.

Wie formulierte es einst der Tom, in dem BILDungslücke Hit Bananenrepublik:

Recht & Ordnung steht auf euren Fahnen,
für wen das gilt, kann jeder ahnen:
betroffen nicht die Politiker im Land,
betroffen ist der kleine Mann.

Wir leben in einer Bananenrepublik:
Korruption und Geld beherrscht die Politik!

Konzertnachbereitung

24.März.2011 - 16:03 abgelegt unter: Neues|Termine | 565 mal gelesen | 1 Kommentar |

Mainz – Haus Mainusch 18.3.2011

Anläßlich 10. Jahre Punkabend im Mainusch, durften auch wir unser Können den geneigten Zuhörern darbieten. Was mich sehr gefreut hat. Denn unser Punkabend, den wir im Jahre 1990 das erste Mal dort eröffnet haben, war es nicht so lange vergönnt in den hochheiligen Hallen präsenz zu zeigen.

Das ganze drumherum verlief angenehm unkompliziert. Wir mussten nicht viel an Equiment mitbringen und waren daher recht entspannt. Die Generalprobe am Tag zuvor, war Dank Jupp ein einziger Psychokrimi und hat dem Stefan die letzten Nerven geraubt. Daher gab es auch nicht mehr viel zu sagen und wir fieberten entspannt unserem Auftritt entgegen. Der, wie ich mit erstaunen hörte, als drittes stattfinden sollte. Wir sind ja eher die Band, für den Auftakt, weil sich danach viel entspannter den niederen Freuden fröhnen läßt. Aber na gut, uns hat keiner gefragt.

Kick It!

So spielten als erstes kick It! aus Darmstadt und Limburg, was sie durchaus nicht verheimlichen konnten. Wer Tatort Toilet oder Snob Value mag, wird auch Kick It! mögen. Sauberer 77′er Punkrock, aber mit einer ordentlichen Portion Tempo. Und wie es sich für so eine Band gehört, wurde auch Teenage kicks gecovert.

Protest Grotesk

Danach folgten Protest Grotesk , die anscheinend spontan eingesprungen sind und eine gehörige Abwechslung in das Programm brachten. Der Sound wurde etwas brachialer. Das dann während des Auftritt über die dicken Titten der Sängerin gefrotzelt wurde, erheiterte mich dann doch etwas. Denn wir sind damals aus dem Mainusch geflogen, weil wir angeblich alles Sexisten sind. Ich deute das mal so, dass die Leute heute etwas entspannter sind, als die Dogmatiker 1998.

Uffta82

Unser Auftritt war dann von ein paar Pannen überschattet. Als das Bier von der Gesangsbox sich über die Stromleiste ergoß, standen erstmal alle im dunkel. Und dann schaffte es noch der nette Herr – der muss nett sein, denn er pogte bei unserer Musik :-) – im Publikum, eine Hälfte von uns umzupogen, Der Fabi fiel dabei in’s Schlagzeug und riß noch mein Mikro um. Lustig war es. Wir spielten dann noch ungefragt die Zugabe und hörten auf. Ich würde sagen, den umständen entsprechend, war der Auftritt gut.

Bierdozer

Am Schluß dann das Highlight des Abends. Bierdozer überzeugen damit, dass sie alle Lieder kennen und können. Ein Potporie an alten Deutschpunkklassiker erschüttete sich über das zahlreiche Publikum und ließ in mir alte Erinnerungen aufkeimen. Slime, OHL, Knochenfabrik – und das fast so gut wie in echt. Ob die Wissen, dass Knochenfabrik, 1996 im Anbau gespielt haben? Ist auch egal. Bierdozer haben Spaß gemacht.

Danach gab es noch eine fette Dosenschlacht, mit den leeren Freibierdosen und vielen Verletzen. Wie in alten Zeiten. Ich bin umgefallen, weil jemand hinter mir auf dem Boden lag – ey, ihr müßt auf alte Leute aufpassen, wenn die fallen kann das böse Folgen haben. Mich schmerzt auch nach einer Woche noch der Ellenbogen, aber mein Arzt hat mich beruhigt, Amputation ist nicht nötig :-)

Warum hat niemand Fotos gemacht?

18.3.2011 – Mainz, Haus Mainusch

9.März.2011 - 09:54 abgelegt unter: Termine | 827 mal gelesen | Keine Kommentare |

Nun ist es wieder soweit, am 18.3.2011 findet einer der raren UFFTA82 Auftritte statt und alle freuen sich.

Anlässlich des 10 jährigen Jubiläums der (neuen) HC//PUNK KNEIPE im Haus Mainusch spielen UFFTA82 zusammen mit den großartigen Bierdozer und kick It. Das Motto: …tapetausch,dosenstech,kaputtmach!!!! ist genau nach unserem Geschmack und wir freuen uns über den einen oder anderen Besucher und auch über die die nicht kommen.

Als Wegbereiter des 1. Punkabends im Mainusch (der allererste war am 1.11.1990), freut es mich, dass die zweite Generation im Mainusch solange durchgehalten hat und hoffentlich weitere 10 Jahre schafft.

mainusch

Kunst, Anarchie und Punk

25.Dezember.2010 - 19:16 abgelegt unter: Internet|Skuriles | 1666 mal gelesen | 2 Kommentare |

In Russland gibt es eine Aktionskunstgruppe mit dem Namen Voina (Krieg). Sie bezeichnen sich selbst als Art-Anarch-Punk Gruppe. Die Letzte Aktion, bei der sie einen Riesenpimmel auf eine Zugbrücke genau gegenüber dem FSB-KGB Gebäude gemalt haben, führte dazu dass zwei Mitglieder von einer Antiterroreinheit von Moskau nach St. Petersburg in den Knast verschleppt wurden.

bic_cock

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Kiffer in’s KZ

14.Dezember.2010 - 23:40 abgelegt unter: Internet|Meinung | 724 mal gelesen | Keine Kommentare |

Sagte mein Opa schon!

Und irgendwann muss mal Schluss sein damit, deshalb zeichnet diese Online Petition:
Cannabiskonsumenten entkriminalisieren


Eine Aktion des deutschen Hanfverband

Eine Liste der Gegner der Meinungsfreiheit

9.Dezember.2010 - 10:01 abgelegt unter: Internet|Meinung | 947 mal gelesen | Keine Kommentare |
  • Amazon

    Amazon sperrt Wikileaks von seinen Cloudservern aus und begründet es mit einem Verstoß gegen die AGB. So zuverlässig ist eine Firma, die die Netze vieler Firmen via Cloudcomputing betreut. Kein Gerichtsbeschluss, keine Kündigungsfrist, einfach mal den Server abschalten.

  • Paypal

    Auch hier das gleiche Prozedere: kein Urteil, keine Fristen, wegen Verstoß der AGB werden die Zahlungen an Wikileaks eingestellt. Stell dir vor du gehst zu deiner Bank und die sagen dir: “So! Du hast gegen die AGB verstossen, deshalb kriegst du dein Geld nicht mehr, Ätsch!”. Ist es das, was du von deiner Bank erwartest? Fuck Paypal!

    Paypal hat die Gelder auf den Konten mittlerweile wieder frei gegeben. Die Konten sind aber weiterhin gesperrt.

  • Mastercard und Visa

    Grund für das Vorgehen sei die Regel, wonach Kunden gesperrt würden, die „illegale Handlungen direkt oder indirekt unterstützen oder erleichtern“, sagte der Sprecher demnach.

    Doch nirgends wird erklärt, wer diesen Verstoß festellt, bzw. erweckt es auch hier den Anschein, es wird nach Gutdünken entschieden (oder dem Druck einer Regierung, auch wenn es alle dementieren) wann, wer, wie gegen die Regel verstossen hat. Also Willkürlich!

    Ergänzung 10.12.2010: Nicht nur, dass sie eine Organisation, die kein Gericht der Welt bisher verurteilt hat, sperren, nein, sie haben auch keine Probleme damit mit zweifelhafteren Extremen Organsisationen Geld zu verdienen.

  • Twitter?

    Hier geht es um einen Account, der die gestrigen DDoS Angriffe auf Mastercard und Visa, bei Twitter kommentierte. Aber so sind sie, die Friede-Freude-Eierkuchen Firmen. Bei dem kleinsten Gegenwind wird er Schwanz eingezogen.

  • everyDNS

    Diese Aussage ist für eine Firma, die eine wichtige Aufgabe für die Infrastruktur des Internets hat, ein Armutszeugnis. Es gehört zu den Standardaufgaben von solchen Firmen DDoS Angriffe abzuwehren. Wenn sie das nicht können, sollen sie ihren Laden dicht machen:

    Doch das [andere Nutzer beeinträchtigen] habe Wikileaks indirekt durch die anhaltenden DDoS-Angriffe auf die Whistleblower-Webseite getan. Die Angriffe hätten die Stabilität des Dienstes gefährdet, auf dem rund 500.000 weitere Domains gehostet werden.

    Das seltsame ist aber, seit wikileaks auf eine Schweizer Domain umgezogen ist, gab es keine Angriffe mehr. Hat der CIA oder wer dahinter steckt, wirklich die Angriffe aufgegeben, als wikileaks von .org nach .ch gezogen ist? Oder sind die Behauptungen der Attacken auf den Wikileaks Server nur ein Vorwand für Amazon und everyDNS?

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