Polizeiterror und Computernerds
Letzten Samstag gab es in Berlin eine Demo unter dem Motto Freiheit statt Angst!. Wie berechtigt das war, zeigte sich am Rande der Abschlusskundegebung. Mindestens eine Person wurde verprügelt (youtube hat diese Video mittlerweile als nicht jugendfrei getagged, tja das hat man davon, dass man nicht im Iran lebt) und festgenommen wurden auch mehrere Personen.
Und dazu passend.
Bald ist Bundestagswahl
Wir diskutieren im Proberaum ja manchmal auch über Politik – bis auf dem Jupp, der ist Anarchist
. da stellt sich natürlich auch die Frage, wer geht wählen, wen und warum?
Ich geh wählen, seit ich kann. Keine Ahnung warum. Wahrscheinlich, weil ich Nichtwählen für eine Zustimmung dessen was nach der Wahl passiert, halte. Wie auch immer. Meine Präferenzen liegen momentan – trotz aller Kritik – bei den Linken und nicht bei den Piraten.
Das sind in meinen Augen Computernerds, mit seltsamen Ansichten vom politischem Diskurs und Demokratie.
Im Netz, also Online, gab es in den vergangenen Wochen mehrere Skandale um die Piratenpartei, bzw. der Mitglieder. Die ganze Woche hatte ich überlegt, wie ich das alles zusammenfasse könnte, dann hat es jemand der es besser kann gemacht. Der Spiegelfechter beschreibt sehr schön das Dilemma mit den Piraten und deren Positionen.
Das sie keine Femistininnen, sind kann ich verkraften oder auch fehlende Ansichten über Schwule und Lesben, krasser wird’s dann aber schon, wenn der Vize Bundesvorsitzende nicht die junge Freiheit kennt. Natürlich ist es wichtig, dass es eine Partei gibt, die gegen Überwachung und Kontrolle des Staates kämpft. Aber wenn das das einzige Ziel einer Partei ist und unter diesem Denkmantel sich ein Haufen Ahnungsloser versammelt ist das zu wenig. So ist es eine Splitterpartei, deren Ziele man nicht genau kennt. Bzw. wenn man sie kennt (unbedingt lesen!), sie besser nicht mehr wissen möchte.
Das Märchen von Bluewater
Einen kleinen interessanten Spaß oder Streich, erlaubte sich ein deutscher Regisseur mit den Medien. Er baute mehrere Internetseiten, einer angeblichen amerikanischen Kleinstadt, eines angeblichen TV Sender und einer angeblichen Berliner HipHop Band. Läßt dann die Band einen Amoklauf in der Kleinstadt machen (natürlich nur angeblich), der von dem Fernsehsender gezeigt wird und viele Nachrichtenagenturen (BILDblog beschreibt es genauer) fahren drauf ab. Coole Sache
Welche Panik sich in den Redaktionsräumen der Zeitungen ausbreitete beschreibt ein Journalist vom Tagesspiegel. Glücklicherweise hatten dann die Hetzmedien noch ihre Amokläufer.